Weihnachten Rad

Während dem Ordnung schaffen und für eine bessere Organisation ist Aufschreiben sehr hilfreich. Keine Sorge, es geht in der Weihnachtszeit nicht darum, alle Aufgaben perfekt zu dokumentieren und sich mehr mit Aufschreiben und Bearbeiten von Listen zu beschäftigen, als mit der tatsächlichen Aufgabe. Auch geht es in keinem Fall darum, alle Punkte einfach nur stur abzuarbeiten.

Weihnachten soll ja eine entspannte, schöne und vielleicht auch kreative Zeit sein und nicht von scheinbar stressigen ToDo-Listen begleitet werden.

Aber gerade weil Weihnachten nur einmal im Jahr ist, gehen in den vielen Monaten dazwischen wertvolle Informationen verloren. Informationen, über die man sich jedes Jahr aufs neue wieder Gedanken machen darf oder die einem erst wieder dann auffallen, wenn es schon (fast) wieder zu spät ist. Und dann kann es nämlich leicht zu unnötigem Stress kommen. Fallen dir an der Stelle spontan ein paar Geschichten ein? Geschichten, die bei dir jedes Jahr wieder zu umständlichen Situationen führen? Ein paar meiner Geschichten findest du weiter unten.

Wichtige Infos einfach aufschreiben.

Warum also das Rad jedes Jahr wieder neu erfinden? Fange doch einfach an, deine wichtigen und interessanten Informationen rund um die Organisation in der Weihnachtszeit zu notieren. Themen, mit denen du dich dieses Jahr gefühlt viel zu lange beschäftigt hast und dir die Information im nächsten Jahr sicher helfen wird, diese Aufgabe schneller zu erledigen.

Es geht gar nicht darum, alles aufzuschreiben. Die gesammelten Informationen sollen dir einfach ein gutes Gefühl geben. Es soll eher ein kleiner Spickzettel sein, auf den du ab und zu drauf schauen kannst. Immer dann, wenn du das Gefühl hast, etwas „wichtiges“ zu vergessen. Entweder freust du dich dann, dass du an alles gedacht hast oder du entdeckst noch einen kleinen Hinweis, der dir einen unnötigen Zeitaufwand spart.

Bist du dadurch entweder schneller mit deinen Vorbereitungen fertig, kannst du die Zeit für andere dinge – ganz unabhängig von Weihnachten – nutzen oder aber du hast noch mehr Zeit, dich mit weihnachtlichen Themen – beispielsweise backen oder basteln – zu beschäftigen. Also hilft dir der Spickzettel dabei, schneller oder besser zu werden. Ganz wie du das möchtest.

Wie versprochen hier noch meine Geschichten.

Für die Großeltern bestellen wir jedes Jahr verschiedene Bastelkalender. Ein leerer Kalender, zu dem wir über das Jahr jeden Monat ein aktuelles Foto verschicken. Da wir selbst keinen Kalender haben, ist es sehr hilfreich, wenn ich mir die verschiedenen Größen und Farben notiere. Denn sonst bin ich gefühlt stundenlang damit beschäftigt zu recherchieren, welchen Kalender im letzten Jahr verwendet wurden oder einen neuen geeigneten Kalender auszuwählen.

Wenn ich die Fotos für die Weihnachtskarte bestelle oder das Material für die Karten besorge, ist es sehr hilfreich, wenn ich genau weiß, wieviel Fotos ich entwickeln muss oder Material ich einkaufen muss. Um nicht jedes Jahr wieder von vorne zu überlegen, wer eine Karte bekommt, habe ich mir die Namen aufgeschrieben und überprüfe diese nur kurz ob noch alles aktuell ist.

Wenn ich weihnachtliche Briefmarken für die Weihnachtskarten kaufe, ist es hilfreich zu wissen, wieviel ich davon brauche. Diese Zahl stimmt nicht unbedingt mit der Anzahl der gebastelten Karten überein, weil einige Karten nicht als Brief sondern in einem Päckchen verschickt werden oder persönlich überreicht werden. Und wenn ich dann wieder vergesse, dass zwei Karten ins Ausland verschickt werden – wofür ich weder weiß, was es kostet, noch Briefmarken habe – musste ich dann oft noch ein zweites Mal zur Post fahren.

Früher war unser Christbaum jedes Jahr anders groß und anders hoch. Nicht weil jeder Baum individuell ist, sondern weil wir nicht mehr wußten, welche Sort und welche Größe uns im Jahr davor ganz besonders gut gefallen hat. Jetzt habe ich es notiert und kann natürlich trotzdem jedes Jahr neu entscheiden, ob ich nicht doch einen anderen Baum nehme. Ich muss aber nicht mehr rätseln, welcher Baum aus dem vergangenen Jahr so wunderschön in unser Wohnzimmer gepasst hat.

Lange wusste ich gar nicht, wie viel Zeit es in etwa braucht, unseren Christbaum zu schmücken. Gerade mit zwei kleinen Kindern, wo alles geheim sein soll, hilft diese Information aber sehr weiter. Denn je später das Wohnzimmer abgeschlossen wird, desto leichter ist es, die Vorfreude der Kinder im Zaum zu halten. Spannend wird es, wenn man beispielsweise 45 Minuten eingeplant hat und am Ende 90 Minuten braucht.

Und zum Schluss noch einen kleinen Tipp

Damit du die kleine Weihnachtscheckliste auch im nächsten Jahr direkt zur Hand hast, legst du sie am besten in deine Weihnachtskiste. Dann musst du dir nicht überlegen, wo sich der Zettel in den letzten Monaten versteckt hat.

Noch mehr wertvolle Tipps rund um Weihnachten findest du übrigens in meinem Adventskalender, den ich dir gerne kostenlos zur Verfügung stelle. Und wenn du gerade keine Zeit hast, jeden Tag ein Türchen zu öffnen, lohnt sich eine Anmeldung trotzdem. Denn du hast auch über die Weihnachtszeit hinaus Zugriff auf die Inhalte und kannst den ein oder anderen Tipp auch später noch umsetzen oder dir für die nächste Weihnachtszeit vornehmen. Ich wünsche dir viel Freude damit!

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade „Stressfreies Jahresende – Blogparade von und mit #DieOrdnungsCoaches“.
Im Dezember 2020 geben viele OrdnungskollegInnen wertvolle Anregungen, wie du dein Jahresende ordentlich und entspannt genießen kannst. Viel Spaß beim Lesen!